Milchzähne
Einen kühlen Gegenstand empfindet der Säugling jetzt als sehr angenehm, Kühlung hilft gegen die Schwellung am Zahnfleisch.
Schreit dein Baby mehr als sonst? Hat es Durchfall, erhöhte Temperatur oder versucht ständig Gegenstände in den Mund zu nehmen? All dies können Symptome für die ersten Zähne deines Babys sein. Hier erfährst du, wann und in welcher Reihenfolge die Milchzähne bei Säuglingen und Kleinkindern durchbrechen, warum das Milchgebiss wichtig für Babys Entwicklung ist und von Anfang an konsequent gepflegt werden sollte.
Wie bei jedem Meilenstein in der kindlichen Entwicklung, ist auch das Zahnen bei jedem Baby individuell. Manche Säuglinge bekommen schon nach drei bis vier Monaten, andere erst nach neun Monaten oder einem Jahr die ersten Milchzähne.
Eltern können sich darauf einstellen, dass das Zahnen bei Babys meist ab dem sechsten Lebensmonat beginnt und der erste Milchzahn sichtbar wird. Neben den oben beschriebenen Beschwerden ist der Durchbruch der Zähnchen auch an Rötungen und Schwellungen des Zahnfleischs zu erkennen.
Wusstest du schon, dass sich die Zahnleisten deines Säuglings, die die Keimanlagen für die Milchzähne enthalten, bereits in der 6. bis 8. Schwangerschaftswoche entwickeln? Auch deshalb ist es wichtig, dass werdende Mütter bei der Ernährung auf eine ausreichende Zufuhr von Mineralstoffen achten.
Im Gegensatz zum bleibenden Gebiss besteht das Milchgebiss nur aus 20 Zähnen, zehn im Oberkiefer und zehn im Unterkiefer. Jeder Milchzahn ist mit einer Wurzel im Kiefer verankert, die allerdings kleiner als bei bleibenden Zähnen ist.
Pro Kiefer bekommt dein Kind 4 Milchschneidezähne, 2 Milcheckzähne und 4 Milchbackenzähne, die sogenannten Molaren. Der Durchbruch der Zähnchen erfolgt nach einer bestimmten Reihenfolge.
Die ersten Zähne, die Milchschneidezähne, sind durchschnittlich ab dem sechsten Lebensmonat im Anmarsch.
Etwa zwei Monate später, mit 8 Lebensmonaten folgen die seitlichen Schneidezähne – ebenfalls im Unterkiefer.
Rund um den ersten Geburtstag zeigen sich auch die vier mittleren Schneidezähne im Oberkiefer des Milchgebisses. Zu diesem Zeitpunkt sind alle vorderen Zähne bereits sichtbar. Da die vier mittleren Schneidezähne nicht gleichzeitig kommen, geht man von einer Zeitspanne von etwa drei Monaten aus.
Die nächsten Milchzähne, die an der Reihe sind, sind die vorderen Backenzähne im Ober- und Unterkiefer. Sie brechen meistens im Alter von 12 bis 16 Monaten aus dem Kiefer heraus. In dieser Zahnungsphase kannst du bei deinem Kleinkind auch einen vermehrten Speichelfluss wahrnehmen.
Kurze Zeit später sind die oberen seitlichen Schneidezähne an der Reihe, und damit ist der Oberkiefer fast komplett.
Jetzt geht es Schlag auf Schlag beim Zahnen. Die Eckzähne folgen fast zeitgleich mit den Schneidezähnen im Oberkiefer rund um den 18 Lebensmonat. Oftmals klagen Eltern, dass besonders die Eckzähne dem Kleinkind große Schmerzen bereiten.
Rund um den zweiten Geburtstag (23 bis 26 Lebensmonate) hat es dein Kind im Allgemeinen geschafft, die letzten Milchzähne brechen hervor und komplettieren das Milchgebiss (20 Zähne).
Vor allem der Durchbruch von Babys ersten Zähnchen kann sehr schmerzhaft sein. So kannst du deinem Säugling das Zahnen etwas erleichtern:
Ausführliche Infos findest Du in unserem Ratgeber-Artikel „Tipps wenn Babys zahnen“.
Die Milchzähne werden nicht nur zum Beißen und Kauen gebraucht, sondern spielen auch für die Sprachbildung und die psychische Entwicklung deines Kindes eine zentrale Rolle. Außerdem dienen die Milchzähne als Platzhalter für die nachfolgenden bleibenden Zähne und ein gesundes Gebiss. Daher ist es wichtig, von Anfang an für eine gute Zahnpflege bei deinem Baby zu sorgen. Das beinhaltet neben täglichem Zähneputzen auch eine zahngesunde Ernährung.
Die konsequente Pflege der kleinen Beißerchen zahlt sich aus. Der Zahnschmelz der Milchzähne ist nämlich nur halb so dick wie bei den permanenten Zähnen – und damit anfälliger für Karies. Nimm deshalb auch mit Baby und Kleinkind die regelmäßigen Vorsorgetermine beim Kinderzahnarzt wahr. So können etwaige Schäden an den Milchzähnen rechtzeitig erkannt und schnell behoben werden.
Quellen:
Es gibt einige Anzeichen dafür, dass Babys Zähne bald durchbrechen. Das Kind hat häufig die Finger oder die ganze Faust im Mund, kaut auf allem herum, was es in die Finger bekommt und speichelt („sabbert“) stark. Durch das Kauen versucht das Baby unbewusst, den Druck durch Gegendruck zu lindern. Einige Hausmittel, die dem schmerzenden Zahnfleisch Erleichterung bringen sind:
Bereits mit dem ersten Zähnchen soll mit der Zahnpflege begonnen werden. Putzen Sie Ihrem Kind jeden Abend mit einer weichen Zahnbürste und einem Klecks Kinderzahnpaste die Zähne. Wenn Zähneputzen Spaß machen soll, müssen Eltern manchmal tricksen, wir erzählen wie!
Viele frisch gebackene Eltern kennen es: Das Baby findet nachts einfach keine Ruhe und wacht in regelmäßigen Abständen auf. Viele Mütter stillen in diesen Fällen ihre Babys, um sie wieder zum Einschlafen zu bringen und hinterfragen nicht, weshalb das Kind überhaupt aufgewacht ist. Dabei gibt es verschiedene Gründe, die dazu führen, dass das Kind nachts munter wird.