Ratgeber:
Tipps
bei
Zahnen

Tipps wenn Babys zahnen

Es gibt einige Anzeichen dafür, dass Babys Zähne bald durchbrechen. Das Kind hat häufig die Finger oder die ganze Faust im Mund, kaut auf allem herum, was es in die Finger bekommt und speichelt („sabbert“) stark. Durch das Kauen versucht das Baby unbewusst, den Druck durch Gegendruck zu lindern. Das Zahnen verläuft bei jedem Kind anders und kann für die Kleinen manchmal ganz schön schmerzhaft sein.

Die Symptome des Zahnens auf einen Blick:

Finger im Mund

Die ersten Symptome können sich schon zeigen, wenn die noch verborgenen Zähne nach der Geburt weiter wachsen und immer stärker Richtung Oberfläche drängen. Diesen Druck spüren viele Kinder schon etwa ab dem zweiten oder dritten Lebensmonat. Es kann im Mund spannen und Juckreiz auslösen. Schon jetzt haben manche Babys häufig die Finger oder die ganze Faust im Mund. Unbewusst versuchen sie dadurch, den Druck durch Gegendruck zu lindern. Jeder Reiz in der Mundhöhle – ob Finger oder Spielzeug, Druck oder Schmerz – kurbelt die Speichelproduktion an.

Starkes Speicheln

Starkes Speicheln („Sabbern“) kann Hautausschläge mit sich bringen. Der mit Keimen angereicherte heruntergeschluckte Speichel kann Urin und Stuhl so aggressiv machen, dass sich die zarte Haut am Po entzündet – trotz sorgfältigen Wickelns.

Hochrote Bäckchen

Rund um den Mund, an Kinn und Wangen sind manche Babys rot und wund. Die typischen, hochroten Zahnungsbäckchen haben allerdings auch ihr Gutes: die verstärkte Durchblutung unterstützt den Zahndurchbruch, weil sie die Region optimal mit Nährstoffen versorgt und Stoffwechselprodukte möglichst schnell abtransportiert.

Ungewöhnlicher Windelinhalt

Mit Fingerchen, Fäustchen und allem anderen, was das Kind sich in den Mund steckt, gelangen Keime in die Mundhöhle und von dort aus in die Atemwege und in den Magen-Darm-Trakt, wo sie bei manchen Kindern Durchfall auslösen können. Mütter berichten von ungewöhnlich übelriechendem Windelinhalt während der Zahnungszeit. Doch nicht jedes Kind bekommt einen dünnen Stuhl. Babys können aber unterschiedlich auf den Stress reagieren, nicht nur mit Durchfall sondern manchmal auch mit Darmträgheit (Verstopfung).

Rote, trockene Hautflecken

Rote, trockene Hautflecken, die sich bei manchen kleinen Zahnern in den Gelenkbeugen zeigen, können auf eine Veranlagung zu neurodermitischen Hautveränderungen hindeuten. Frage im Zweifel immer deinen Kinderarzt. Das sind keine Vorboten für chronische Probleme, sondern Zeichen für eine starke Belastungssituation wie es das Zahnen nun einmal ist.

Verdauungsstörungen

Darüber hinaus verändert sich um den sechsten Lebensmonat die Funktion des Verdauungsapparates. Der Speiseplan des Babys, der bis dahin nur flüssige Nahrung enthielt, wird durch feste Nahrung ergänzt. Diese Veränderung kann zu Verdauungsstörungen führen. Die ersten Zähnchen und neue Nahrung können das Baby sehr belasten.

Reizbarkeit, Fieber, Atemwegsinfekt, Appetitmangel, unruhiger Schlaf und Hautausschläge

Manche Kinder zeigen auch Symptome, die man vorerst gar nicht mit dem Zahnen in Verbindung bringt: Reizbarkeit, Fieber, Atemwegsinfekte, Appetitmangel, unruhiger Schlaf und Hautauschläge. Ein Symptom bedingt häufig das andere. Vor allem eine erhöhte Körpertemperatur bzw. in seltenen Fällen auch Fieber, kann eine typische Begleiterscheinung des Zahnens sein.

Tipps wenn Babys zahnen

Beißring

Ein beliebtes Mittel zur Unterstützung der Zahnung und Besänftigung des Babys ist ein Beißring. Während der Zahnungszeit nehmen Babys alles in den Mund, was in greifbarer Nähe ist. Der Mund und Babys Zahnfleisch sind während dieser Zeit anfällig für Keime und Infektionen. Ein Beißring wirkt dem entgegen. Achte beim Kauf eines Beißrings darauf, dass dieser keine Weichmacher enthält, da diese für das Baby schädlich sein können. Unbedenklich sind Beißringe aus Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP).

Massage

Bei Babys Zahnungsbeschwerden kann auch eine liebevolle Massage von Mama oder Papa hilfreich sein. Dazu die Wangen deines Babys im Bereich der Zahnleisten von außen sanft massieren. Manchen Kindern hilft auch eine Massage im Bereich der Zehenkuppen, dort liegen die Reflexzonen der Zahnleisten.

Kühlung

Kühlung auf schmerzenden oder entzündeten Stellen ist eine Wohltat für dein Baby, denn sie kann vorübergehend die Durchblutung mindern, Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen. Wähle zwischen Metalllöffeln, großen gekühlten Gemüsestücken (z.B. Karotten- oder Kohlrabi) und Beißringen, die mit einem Kühlgel gefüllt sind. (Alle Kunststoffgegenstände, die dein Baby in die Hand bekommt, sollten frei von Weichmachern sein). Biete deinem Kind aber bitte nichts an, was aus dem Gefrierfach kommt – zu viel Kälte schädigt das Zahnfleisch.

Salbei- oder Kamillentee

Beim Zahnen kann auch ungesüßter Salbei– oder Kamillentee helfen. Die Tees kannst du deinem Baby entweder im Fläschchen zum Trinken geben oder mit einem Wattestäbchen auf die schmerzende Stelle auftragen.

Salbei Blätter & Salbei Öl

Zahnungsgel

Es gibt viele Möglichkeiten, um deinem Kind in der Zahnungszeit etwas Linderung zu verschaffen. Nicht immer führt das zum erhofften Erfolg. Um den Kleinen das Zahnen zu erleichtern, gibt es daher so genannte Zahnungsgels. Zahnungsgels kühlen, beruhigen und pflegen das gereizte Zahnfleisch. Ein gutes Zahnungsgel:

  • ist zuckerfreiund enthält höchstens Spuren von Alkohol
  • kühlt, beruhigt und pflegt das gereizte Zahnfleisch z.B. mit Kamille und Salbei

Osa® Pflanzen-Zahngel vereint diese Eigenschaften und eignet sich daher hervorragend zur Behandlung während der ganzen Zahnungsperiode.

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