Ratgeber:
Zahn-
pflege

Spielend Zähneputzen lernen

Bereits mit dem ersten Zähnchen soll mit der Zahnpflege begonnen werden. Putze deinem Kind jeden Abend mit einer weichen Zahnbürste und einem Klecks Kinderzahnpasta die Milchzähne. Beim Baby kannst du am besten putzen, wenn es auf dem Wickeltisch liegt. Wenn du das in das tägliche Pflegeritual aufnimmst und später zusammen mit deinem Kind die Zähne putzt, lernt es schnell, dass Zahnpflege dazugehört.

Mit 18 Monaten ist dein Kind wahrscheinlich so weit, sich die Zähne selbst zu putzen. Zeige deinem Kind, wie man die Zahnbürste im Mund bewegt. Die nächsten Jahre wirst du deinem Kind dennoch helfen und nachputzen müssen. Kontrolliere, ob dein Kind wirklich gründlich geputzt hat.

Falls dem Kind die Zahnpasta nicht schmeckt, probiere eine andere Marke. Je länger Zahnpasta im Mund bleibt, desto besser kann das in der Zahnpasta enthaltene Fluorid in den Zahnschmelz eindringen.

lockiges Kind in blauem Schlafanzug putzt sich die Zähne

Wie werden Zähne richtig geputzt?

Um das tägliche Zähneputzen lustiger zu gestalten, kannst du die Zähnchen deines Kindes nach der KAI-Methode reinigen. Zuerst die Kau-, dann die Außen- und am Schluss die Innenflächen putzen.

  • Bei „K“ darf das Krokodil das Maul ganz weit aufmachen,
  • bei „A“ faucht der Tiger mit zusammengebissenen Zähnen und malt Kreise auf die Außenflächen, bei
  • „I“ gähnt die Giraffe und kehrt die Krümel von den Innenseiten der Zähne.

Achte bei der Zahnpflege auf typische Problemzonen: Zahnvertiefungen der Backenzähne, Zwischenräume und Zahnfleischrand.

Zahnputzlied

Wenn Zähneputzen Spaß machen soll, müssen Eltern manchmal tricksen. Mit Musik geht alles besser – auch das Zähneputzen-Lernen. Hier ein einfaches Lied, um das Zähneputzen nach der KAI-Methode witziger zu gestalten. Die Melodie und die richtigen Putzbewegungen siehst du im Video:

Zahnpflege bei Kindern als Ritual

Brauchen Kinder spezielle Kinderzahnbürsten?

  • Kinder sollten Kinderzahnbürsten benutzen, da die Mundhöhle und Zähne kleiner sind als bei Erwachsenen.
  • Für Kinder, die wenige Zähnchen haben, eignen sich Bürsten mit kurzen, sehr weichen Borsten und einem rutschfesten Griff.
  • Sind bereits alle Milchzähne da, braucht das Kind eine Bürste mit längeren Borsten, einem schmalen Bürstenkopf sowie einem dicken Griff.
  • Ab ca. fünf Jahren gibt es Zahnbürsten für Kinder, deren Borsten seitlich höher und in der Mitte etwas niedriger sind. Damit können beim Putzen zeitgleich Kau- und Seitenflächen gereinigt werden.
  • Ab ca. acht Jahren können Kinder Zahnbürsten für Erwachsene benutzen. Zu dieser Zeit haben sich die Zähne und die Mundhöhle ausreichend ausgebildet und die Kinder sind ausreichend geschickt, um ihre Zähne allein zu putzen.

Was ist besser: eine normale oder die elektrische Zahnbürste?

Welche Zahnbürste geeigneter ist, ist individuell unterschiedlich. Mit der elektrischen Zahnbürste lassen sich Zahnbeläge gezielter entfernen, aber Kinder, die beim Zähneputzen fest aufdrücken, sollten im Idealfall doch besser noch mit einer normalen Zahnbürste putzen, um Zahnfleischverletzungen vorzubeugen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie ihr Zahnfleisch verletzen. Für Vier- oder Fünfjährige, die unbedingt allein Zähne putzen möchten – obwohl sie es noch nicht richtig können – eignet sich eine elektrische Zahnbürste besser. Die Rotation und das Rütteln der Bürste entfernen mehr Zahnbelag als ungeschicktere Putzversuche per Hand.

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